Feine Linien, raue Textur, ein müder Teint – die Haut ist einer der häufigsten Gründe, sich für Rotlicht zu interessieren. Doch stützt eine kontrollierte Studie diese Idee? Hier erfährst du, was eine bekannte Studie tatsächlich gemessen hat und was sie aussagen kann – und was nicht.
Die Studie auf einen Blick
- Autoren: Alexander Wunsch und Karsten Matuschka
- Journal / Jahr: Photomedicine and Laser Surgery, 2014 (32(2):93–100)
- Design: Randomisierte, kontrollierte Studie mit 136 Freiwilligen
- Verwendetes Licht: Zwei polychromatische Lichtquellen, eine mit 611–650 nm (rot) und eine mit 570–850 nm (rot plus Nahinfrarot), verglichen mit unbehandelten Kontrollen
- Behandlungsdauer: 30 Sitzungen, mit Messungen zu Beginn und nach der Serie
- Zielgrößen: Verblindete klinische Fotobewertung, per Ultraschall gemessene Kollagendichte in der Haut, profilometrische Hautrauheit und von den Teilnehmenden berichtete Zufriedenheit
Was die Forschung zeigt
Laut dem veröffentlichten Abstract zeigten die behandelten Gruppen im Vergleich zu den Kontrollen signifikante Verbesserungen bei mehreren Messgrößen: Teint und Hautgefühl, geringere Hautrauheit in der Profilometrie und eine höhere Kollagendichte im Ultraschall. Auch die verblindete Auswertung der Fotos fiel zugunsten der behandelten Gruppen aus.
Die Autoren berichteten außerdem, dass das breitere Lichtspektrum (570–850 nm) keinen klaren Vorteil gegenüber dem reinen Rotspektrum zeigte, und folgerten, dass beide Lichtquellen im Vergleich zu den Kontrollen wirksam und sicher waren.
Die Grenzen sollten ehrlich benannt werden. Es handelt sich um eine einzelne Studie mit gesunden Freiwilligen und speziellen professionellen Lichtquellen. Sie sagt nichts darüber aus, wie ein anderes Gerät, ein anderer Abstand oder ein anderer Rhythmus abschneiden würde, und sie belegt nicht, dass Rotlicht bei einer medizinischen Hauterkrankung hilft. Ergebnisse dieser Art kosmetischer Studien sind als ermutigend, nicht als endgültig zu verstehen.
Warum es funktionieren könnte
Forschende der Photobiomodulation vermuten, dass rote und nahinfrarote Wellenlängen von Bestandteilen der zellulären Energiemaschinerie aufgenommen werden, etwa der Cytochrom-c-Oxidase in den Mitochondrien. In Zellstudien wurde diese Aufnahme mit Veränderungen der zellulären Energiegewinnung und Signalübertragung in Verbindung gebracht, was in Hautzellen mit der Aktivität kollagenbildender Fibroblasten zusammenhängen könnte. Das ist ein vorgeschlagener Mechanismus; wie stark er sich im Alltag beim Menschen niederschlägt, wird noch erforscht.
Anwendung im Alltag
Die meisten Menschen, die Rotlicht für die Haut ausprobieren, tun dies als Teil einer Morgen- oder Abendroutine: einige Minuten vor einem Panel, auf sauberer, trockener Haut, über Wochen konsequent wiederholt. Die Studie umfasste eine Serie von 30 Sitzungen – ein Hinweis darauf, dass eine mögliche Veränderung eher schrittweise als über Nacht eintritt. Sonnenschutz, Schlaf, Ernährung und Rauchverzicht bleiben die bewährten Grundlagen der Hautgesundheit.
Wo das Gudslip-Panel hineinpasst
Das Gudslip® Red & Infrared Light Therapy Panel ist ein kompaktes Gerät für zu Hause mit 660-nm-Rotlicht plus Infrarot – Wellenlängen aus derselben allgemeinen Rot-/Nahinfrarot-Familie, die in diesem Forschungsfeld untersucht wird. Wir möchten klar sagen: Die oben genannte Studie verwendete andere, professionelle Lichtquellen; wir behaupten daher nicht, dass das Panel ihre Ergebnisse reproduziert. Wir bieten es als bequeme Möglichkeit an, eine regelmäßige Rotlicht-Gewohnheit aufzubauen, wenn dich der Ansatz neugierig macht.
So wendest du es an
- Beginne mit sauberer, trockener Haut ohne Cremes, Make-up oder Sonnenschutz.
- Beachte Abstand und Sitzungsdauer laut Gebrauchsanweisung.
- Schütze deine Augen wie angegeben; schaue nicht direkt in das Licht.
- Bleibe mehrere Wochen konsequent und beobachte, wie sich deine Haut anfühlt und aussieht, z. B. mit Fotos bei gleichem Licht.
- Brich die Anwendung ab und hole Rat ein, wenn Reizungen auftreten.
FAQ
Entfernt Rotlichttherapie Falten?
Die Studie berichtete Verbesserungen bei Rauheit und Kollagendichte, das ist aber nicht dasselbe wie das Entfernen von Falten. Individuelle Ergebnisse variieren.
Wie lange dauert es, bis ich etwas bemerke?
Die Studie nutzte 30 Sitzungen bis zur erneuten Messung, daher sind Geduld und Regelmäßigkeit wichtig. Einen garantierten Zeitrahmen gibt es nicht.
Ist Rot- oder Infrarotlicht besser?
In dieser Studie schnitt das reine Rotspektrum vergleichbar zum breiteren Spektrum aus Rot plus Nahinfrarot ab.
Ist es für jede Person geeignet?
Nicht unbedingt. Bei Schwangerschaft, Lichtempfindlichkeit, Einnahme photosensibilisierender Medikamente oder einer Hauterkrankung frage bitte zuerst medizinisches Fachpersonal.
Fazit
Eine randomisierte kontrollierte Studie mit 136 Freiwilligen berichtete nach einer Serie von Rot- und Nahinfrarotlicht-Sitzungen einen besseren Teint sowie geringere Rauheit und höhere Kollagendichte im Vergleich zu Kontrollen. Damit ist die Haut einer der vielversprechenderen Alltagsbereiche der Forschung – eine einzelne Studie klärt die Frage jedoch nicht abschließend. Rotlicht sollte als mögliche Ergänzung, nicht als Ersatz für eine solide Hautpflegeroutine verstanden werden.
Hinweis: Dieser Artikel dient ausschließlich der allgemeinen Wellness-Information und ist keine medizinische Beratung. Gudslip®-Produkte sind Wellness-Produkte und nicht dazu bestimmt, Krankheiten zu diagnostizieren, zu behandeln, zu heilen oder zu verhindern. Sprich vor dem Beginn einer neuen Routine mit medizinischem Fachpersonal, insbesondere bei bestehenden Erkrankungen.
Quellen
- Wunsch A, Matuschka K. A controlled trial to determine the efficacy of red and near-infrared light treatment in patient satisfaction, reduction of fine lines, wrinkles, skin roughness, and intradermal collagen density increase. Photomed Laser Surg. 2014;32(2):93–100. doi:10.1089/pho.2013.3616. PubMed